Knudsen Turnier
Harry war der ursprüngliche Besitzer dieses Knudsen Taunus Turnier, wie man hier nachlesen kann. Als jedoch die Projekte zu viel wurden, hat sich Harry dazu entschlossen, den Wagen zu verkaufen. Der neue Besitzer hatte nur eine Bitte, die Blecharbeiten vor Fahrzeugübergabe noch zu beenden.
Was nun hier dokumentiert wird.

Wieder in der Werkstatt, Ford Taunus Turnier.

Das Teilepaket, welches es zum Auto dazu gibt. Die Bleche werden noch alle eingeschweißt.

Das Zerlegen beginnt, die Seitenscheibe muss raus.

Das Heck ist soweit zerlegt, dass man für die anstehenden Blecharbeiten überall rankommt.

Natürlich versteckt sich auch hier der Spachtelpfusch.

Unter dem ganzen Spachtel tauchte eine alte Reparatur auf, vermutlich wurde hier zu einem früheren Zeitpunkt schon mal Rost entfernt und geschweißt.

Kaltverformtes Blech verbarg sich ebenfalls unter dicker Spachtelschicht.

Das Abschlussblech ist raus, das innere Abschlussblech zeigt sich noch von guter Substanz.

Die rechte Endspitze musste Federn lassen.

Da fliegt das Blech weg, links gibt's ein neues Seitenteil.

Die Stelle ums linke Rücklicht wurde ausgebohrt, dabei wurde an der linken D-Säule ein alter Unfallschaden frei gelegt.

Bis gut zur Hälfte hoch ist die D-Säule verbogen, immerhin war alles mit Zinn getarnt...

...was wohl das Eindringen von Feuchtigkeit und somit Rost verhinderte.

Leider ist die innere Holmverstärkung auch verbogen und teilweise eingerissen.

Um das reparieren zu können, wurde ein Teil des eh zerknitterten Bleches der D-Säule entfernt.

So gut es eben ging, wurde der innere Holm wieder in Form gebracht...

...von Rost und Lack befreit sowie Risse verschweißt und wieder an den äußeren Holm geschweißt.

Grundierung natürlich.

Den abgerissenen Teil der Kante ersetzt...

...verschliffen und grundiert.

Die C-Säule ist nun auch fürs neue Seitenteil entsprechend vorbereitet.

Der linke Innenradlauf ist total verrottet, klägliche Reparaturversuche wurden auch freigelegt.

Das linke innere Endblech braucht ebenfalls eine Überarbeitung.

Den Gammel raus geschnitten und ein Blech angepasst.

Fertig eingeschweißt und verschliffen...

...sowie die Ecke noch neu gemacht.

Grundierung drauf.

Nun ist der Innenradlauf an der Reihe, aber am Reparaturblech muss erst noch was angestückelt werden.

So kann der neue Innenradlauf eingesetzt werden...

...alles passt sauber.

Fertig eingeschweißt...

...und grundiert.

Der rechte Radlauf flog ebenfalls raus, darunter kam ein schon mal geflickter Innenradlauf zum Vorschein.

Raus mit dem Flicken.

Das Nudelsieb muss massivem Blech weichen.

Das rechte innere Endblech wird repariert, ein Blech angefertigt...

...eingeschweißt und verschliffen.

Das nächste Blech gebogen bis es passt...

...eingeschweißt, verschliffen und grundiert.

Stück für Stück den Innenradlauf neu aufgebaut.

Der Innenradlauf ist fertig...

...und wurde natürlich gleich wieder grundiert. Von innen grundiert wurde auch das neue Radlaufreparaturblech.

Den Radlauf angesetzt, verschweißt...

...und sauber verschliffen.

Das passt so...

...und bekam ne rotbraune Dusche.

Nun folgt das innere Heckabschlussblech...

...welches ebenfalls an verschiedenen Stellen Schwachpunkte zeigt.

Das Reparaturblech wird nicht komplett eingesetzt.

Das Blech entsprechend vorbereitet.

Und weil man gerade so gut rankommt, wurde der Halteschacht für die Heckstoßstange repariert.

Weiter geht's am inneren Abschlussblech.

Fertig in Stand gesetzt. Am oberen Heckblech wurden schon mal die Löcher zum Anpunkten gebohrt.

Jetzt kommt das neue Seitenteil ans Auto.

Der Türspalt passt, am Heck passt es auch...

...und zum Kofferraumdeckel hin passt es ebenfals.

Gepunktet was das Zeug hält.

An der D-Säule auf Stoß verschweißt, anders ging's nicht.

Man kann erkennen, das Seitenteil sitzt einwandfrei.

Nächste Baustelle, das rechte Endblech. Das Reparaturblech wurde zunächst angepasst.

Um es sauber auf Stoß einschweißen zu können ist tricksen angesagt. Dort treffen nun insgesamt vier Bleche aufeinander, nämlich der neue Radlauf, ein Stück Blech was früher schon mal eingestückelt wurde, das originale Seitenteil und schließlich die neue Endspitze. Man kann sich vorstellen, dass da ziemliche Verspannungen im Blech auftreten.

Letztendlich hat alles geklappt und das Reparaturblech sitzt sauber.

Das Gröbste ist geschehen, nur noch verschleifen, an den original Stellen verzinnen und schließlich noch das neue Heckabschlussblech einsetzen.

Die linke C-Säule verzinnt.

Den Übergang am linken Radlauf verzinnt.

Das passt wieder, also kam gleich Grundierung drauf.

Die restlichen Schweißpunkte am neuen Seitenteil verschliffen und grundiert.

Auch hier schützt Grundierung die Schweißnähte.

Die Schweißnaht am neuen rechten Endblech verschliffen.

Die verbeulte D-Säule wird gerichtet.

Das Blech, welches die D-Säule wieder komplettieren soll.

Das Blech eingesetzt...

...verschweißt...

...verschliffen...

...verzinnt...

...ein weiteres mal verschliffen...

...und schließlich grundiert.

Das neue Abschlussblech angeheftet...

...fest gepunktet...

...und fertig.

Grundierung für die Seite.

Am neuen Seitenteil gilt es noch eine Öffnung zu verschließen, welche den späteren Modellen zur seitlichen Stoßstangenhalterung diente.

Eingesetzt, verschweißt, verschliffen...

...und grundiert.

Dann gab es da noch im rechten hinteren Radhaus einen kleinen Rostherd.

Nach dem Ausschneiden musste zu erst die innere Blechkante neu gemacht werden.

Das passt schon mal, dann schließlich noch ein Reparaturblech zurecht gemacht...

...eingeschweißt...

...verschliffen und grundiert.

Der Knudsen ist nun fertig und kann abgeholt werden.

Der Abschied fällt nicht wirklich leicht, die Technik des Wagens stimmt, das Blech ist wieder in einem hervorragendem Zustand, fehlt nur noch etwas Kosmetik.

Der Kofferraum ist mit feinen Ersatzteilen bestückt und der nächste Patient wartet schon im Hof.
Sollten uns Bilder vom neuen Besitzer erreichen, die den weiteren Werdegang des Wagens beschreiben, werden sie euch nicht vorenthalten.